09.10.2017

DBF wächst um einen talentierten Designer.

Neuzugang bei DBF Designbüro Frankfurt. – Hallo Fabian!


Fabian Nerstheimer ist den weiten Weg aus Halle an der Saale zu uns ins Team gekommen. Wir freuen uns, dass Fabian unser Design-Team seit Oktober fest unterstützt. Danke für die Vorstellung Deiner Projekte und Deine Antworten. Herzlich Willkommen! Ei Gude! Meiner!

Fabian, Du warst schon viel unterwegs.
Wo warst Du genau und was hast Du da gemacht?

Gleich nach dem Abitur bin ich für ein Praktikum nach London gegangen. Da habe ich mich intensiv mit Produktdesign auseinandergesetzt. Studieren wollte ich dann aber doch Grafikdesign. Zum Studium bin ich dann an die Bauhaus-Universität Weimar gezogen, wo ich nicht nur mein Bachelor-, sondern auch mein Masterstudium absolviert habe. Obwohl Weimar auf den ersten Blick wie eine verschlafene Kleinstadt wirkt, ist es ein toller Ort um zu studieren, zu experimentieren und sich zu entwickeln.

Eine Reise nach Amsterdam, festgehalten in kurzen Anekdoten und kleinen Skizzen.

Zwischen und während des Studiums packte mich dann wieder das Fernweh und so habe ich zwei längere Abstecher nach Glasgow gemacht, in einem Grafikdesignbüro gearbeitet und nebenbei Land, Leute und den Whisky erkundet. Nach dem Studium hat es mich dann erst einmal zurück in meine Heimat Halle (Saale) gezogen, wo ich für zwei Jahre Teil einer mittelständischen Agentur war. Und nun Frankfurt – ich freu mich sehr auf die spannende Zeit, die beim DBF vor uns liegt.

Da mich nicht nur schöne Gestaltung, sondern auch gesellschaftliche Themen interessieren, habe ich mich für meine Bachelorarbeit mit der Entwicklung von Bosnien & Herzegowina 17 Jahre nach dem Vertrag von Dayton beschäftigt. Aus den zahlreichen Gesprächen und Fotos gestaltete ich ein 64-seitiges Magazin.

Trinkst Du lieber Tee oder Kaffee?
Lieber viel zu viel Kaffee.

Die Wort-Bild-Marke für einen Steuerberater zeigt einen Sextanten. Meine Arbeit ist meist von einer recht klaren Formsprache gekennzeichnet.

Welche Vorbilder besitzt Du, warum?
Vorbilder sind ein schwieriges Thema für mich. Es gibt viele Menschen, die ich sehr respektiere oder auch bewundere. Hemingway zum Beispiel – aber als Vorbild taugt der auch nur bedingt. Für mich hat ein Vorbild immer etwas sehr Absolutes und ich glaube einfach nicht an Unfehlbarkeit. Menschen, die oder deren Arbeiten mich beeindrucken, gibt es aber trotzdem viele. Zum Beispiel James Turell und seine Licht-Installationen, Martin Parr und seine fotografische Dokumentation des oft kitschigen britischen Alltags oder eben auch Ernest Hemingway.

Was ist deutscher als Wurst und Bier? Frakturschrift. Wie viele deutsche Grafiker beschäftigte ich mich intensiv mit Frakturschriften und entwickelte die konstruierte Weimar Fraktur.

Gibt es einen Satz, der Dich als Designer beschreibt?
Ein Kollege aus Glasgow hat mich ungefähr so beschrieben: „Fabian sucht nicht nach einer schnellen, sondern nach der richtigen Lösung.“ Das finde ich doch ausgesprochen schmeichelhaft und ich würde das gerne so übernehmen.

Bildmarke für eine Soundinstallation von Kate V Robertson aus Glasgow während der Commonwealth Games. Die Klangarbeit im öffentlichen Raum inspirierte mich zur stilisierten Schallwelle, die auch das Hin und Her eines Gespräches abbildet.

Vielen Dank Fabian!
Auf unsere Zusammenarbeit freuen wir uns!